Allergien und Ernährung: Was wirklich hilft und was nur Mythos ist

Allergien und Ernährung: Was wirklich hilft und was nur Mythos ist

Wenn die Pollensaison Allergiker plagt, kursieren viele Ernährungstipps: Honig soll abhärten, bestimmte Lebensmittel sollen die Beschwerden lindern. Doch was hält der Prüfung stand und was ist nur gut gemeinter Mythos? Ein nüchterner Blick lohnt sich.

Der Mythos vom regionalen Honig

Ein verbreiteter Rat lautet, regionaler Honig härte gegen Pollen ab. Klingt logisch, ist aber nicht belegt. Die Pollenmengen im Honig sind zu gering und stammen meist von Pflanzen, die gar keine Allergien auslösen. Wer Honig mag, darf ihn genießen – als Allergieschutz taugt er nicht.

Worauf Betroffene achten sollten

  • Kreuzallergien beachten, etwa bei Äpfeln oder Nüssen
  • Frische, wenig verarbeitete Lebensmittel bevorzugen
  • Eine ausgewogene Ernährung für ein stabiles Immunsystem
  • Individuelle Unverträglichkeiten ärztlich abklären lassen

Das Thema Kreuzallergie

Viele Pollenallergiker reagieren auch auf bestimmte Lebensmittel, weil deren Eiweiße den Pollen ähneln. Birkenpollenallergiker etwa bekommen manchmal ein Kribbeln im Mund, wenn sie rohe Äpfel oder Haselnüsse essen. Gegart werden diese Lebensmittel oft besser vertragen.

Keine Wunderdiät

Es gibt keine spezielle Diät, die Allergien heilt. Wohl aber unterstützt eine ausgewogene, gemüsereiche Ernährung das Immunsystem allgemein. Fermentierte Lebensmittel und Ballaststoffe für eine gesunde Darmflora werden in der Forschung mit Interesse betrachtet, sind aber kein Allheilmittel.

Auf Fakten statt Mythen setzen

Bei Allergien lohnt es sich, gut belegte Maßnahmen von Hausmitteln ohne Wirkung zu unterscheiden. Wer unsicher ist, bespricht seine Beschwerden mit Arzt oder Apotheke – das bringt mehr als jeder Löffel Honig.