Wenn es morgens dunkel ist, wenn man zur Arbeit geht, und abends schon wieder, schlägt das vielen auf die Stimmung. Der Winterblues – ein Tief in den dunklen Monaten – ist weit verbreitet und meist harmlos. Trotzdem muss man ihm nicht hilflos ausgeliefert sein.
Licht als wichtigster Hebel
Der Hauptauslöser ist der Lichtmangel. Unser Gehirn braucht Helligkeit, um Wachheit und Stimmung zu regeln. Im Winter bekommt es davon zu wenig. Deshalb ist Licht das wirksamste Gegenmittel.
So holst du dir Helligkeit
- Geh morgens möglichst bald nach draußen, auch bei Bewölkung
- Halte dich tagsüber in hellen Räumen auf
- Mach die Mittagspause zum Spaziergang
- Manche profitieren von einer Tageslichtlampe am Morgen
Bewegung und Struktur stützen
Regelmäßige Bewegung hebt nachweislich die Stimmung, weil sie Botenstoffe freisetzt, die gegen Niedergeschlagenheit wirken. Ebenso hilft ein fester Tagesrhythmus mit verlässlichen Schlaf- und Essenszeiten. Gerade wenn die Antriebskraft fehlt, gibt Struktur Halt.
Kontakte pflegen
In der dunklen Jahreszeit ziehen sich viele zurück. Doch der Austausch mit anderen wirkt dem Tief entgegen. Eine Verabredung zum Kaffee oder ein Anruf bei Freunden kostet wenig und tut der Seele gut.
Wann es mehr ist
Ein vorübergehendes Tief ist normal. Hält die Niedergeschlagenheit aber über Wochen an, raubt dir Antrieb und Freude und beeinträchtigt den Alltag deutlich, kann eine saisonale Depression dahinterstecken. Dann ist es klug und keineswegs übertrieben, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.