Vitamin D im Winterhalbjahr: Was wirklich zählt und was Marketing ist

Vitamin D im Winterhalbjahr: Was wirklich zählt und was Marketing ist

Vitamin D ist das einzige Vitamin, das der Körper selbst herstellen kann – allerdings nur mit Sonnenlicht auf der Haut. Genau hier liegt im deutschen Winter das Problem: Zwischen Oktober und März steht die Sonne nördlich der Alpen so flach, dass die Eigenproduktion praktisch ruht.

Warum der Winter heikel ist

In den dunklen Monaten zehrt der Körper von den Speichern, die er im Sommer angelegt hat. Wer sich auch im Sommer kaum draußen aufhält, startet bereits mit knappen Reserven in den Herbst. Müdigkeit und häufigere Infekte können Hinweise sein, sind aber unspezifisch.

Was die Ernährung beitragen kann

Über das Essen lässt sich der Bedarf nur teilweise decken, doch ein paar Lebensmittel helfen:

  • Fetter Seefisch wie Lachs, Hering oder Makrele
  • Eier, besonders das Eigelb
  • Mit Vitamin D angereicherte Margarine
  • Speisepilze, die Tageslicht abbekommen haben

Präparate – ja, aber mit Maß

Für viele Menschen in Deutschland kann eine moderate Ergänzung im Winter sinnvoll sein. Sinnvoll heißt: keine wahllosen Hochdosen aus dem Internet. Wer sichergehen will, lässt den Spiegel ärztlich bestimmen und bespricht die Dosis. Zu viel Vitamin D über lange Zeit ist nicht harmlos, weil es sich im Körper anreichert.

Kein Allheilmittel

Vitamin D ist wichtig für Knochen und Muskeln, aber es ist kein Stimmungswunder und ersetzt weder Schlaf noch Bewegung. Die überzogenen Heilsversprechen mancher Anbieter halten der Forschung nicht stand.

Der vernünftige Weg

Nutze jede helle Stunde für einen Aufenthalt im Freien, iss regelmäßig Fisch und kläre bei anhaltender Müdigkeit ärztlich ab, ob dein Spiegel niedrig ist. Diese nüchterne Kombination bringt dich besser durch den Winter als jede teure Wunderkur vom Etikett.