Im Oktober quillt jeder Marktstand über vor Kürbissen, Kohlköpfen und erdigen Wurzeln. Saisonal einzukaufen ist hier keine Ideologie, sondern schlicht vernünftig: Das Gemüse ist reif, günstig und hat kurze Wege hinter sich.
Was die Saison hergibt
Herbstgemüse ist robust und lange haltbar – praktisch für alle, die nicht jeden Tag einkaufen wollen. Ein kühler, dunkler Keller oder die Speisekammer reichen oft aus.
- Hokkaido-Kürbis, der mit Schale gegart werden kann
- Weißkohl, Wirsing und Grünkohl als Vitamin-C-Lieferanten
- Pastinaken, Steckrüben und Petersilienwurzel mit nussigem Aroma
- Rote Bete, die roh geraspelt oder gebacken schmeckt
Einfach zubereiten statt aufwendig
Du musst kein Kochbuch wälzen. Wurzelgemüse in Spalten schneiden, mit Öl, Salz und Rosmarin mischen und 30 Minuten bei 200 Grad im Ofen rösten – fertig ist eine Beilage, die auch am nächsten Tag kalt im Büro schmeckt.
Der unterschätzte Kohl
Kohl hat zu Unrecht einen drögen Ruf. Wirsing in Streifen, kurz in Olivenöl geschwenkt und mit etwas Muskat gewürzt, ist in zehn Minuten gar und behält Biss. Wer ihn länger köcheln lässt, bekommt einen milden Eintopf für graue Tage.
Gut für Körper und Geldbeutel
Ein Kilo Kürbis kostet im Herbst oft weniger als eine Packung importierter Beeren – und liefert Ballaststoffe, Beta-Carotin und Kalium. Wer saisonal kocht, isst fast nebenbei abwechslungsreicher, weil sich das Angebot mit den Monaten verändert. Probier in den nächsten Wochen jede Woche eine neue Wurzel aus. So wird aus der Pflicht zum gesunden Essen schnell eine kleine Entdeckungsreise durch den heimischen Garten.