Seit viele zu Hause arbeiten, klagen mehr Menschen über Rückenschmerzen. Kein Wunder: Der Küchentisch ist kein ergonomischer Arbeitsplatz, und der Weg zum Drucker oder in die Kantine als kleine Bewegungseinheit fällt weg. Schon kleine Änderungen helfen erstaunlich viel.
Das Problem ist das Stillsitzen
Nicht eine einzelne falsche Haltung schadet dem Rücken am meisten, sondern das stundenlange Verharren in derselben Position. Die Muskulatur ermüdet, die Bandscheiben werden einseitig belastet. Die beste Gegenmaßnahme ist deshalb Bewegung, nicht der perfekte Stuhl.
Bewegung in den Arbeitstag bringen
- Steh mindestens jede Stunde kurz auf
- Telefoniere im Gehen oder Stehen
- Wechsle wenn möglich zwischen Sitzen und Stehen
- Mach in der Mittagspause einen kurzen Spaziergang
Den Arbeitsplatz anpassen
Auch ohne teure Ausstattung lässt sich viel verbessern. Der Bildschirm sollte auf Augenhöhe stehen, die Unterarme locker aufliegen, die Füße flach auf dem Boden. Ein Kissen im Rücken oder ein paar Bücher unter dem Laptop wirken oft Wunder.
Kleine Übungen für zwischendurch
Schulterkreisen, sanftes Drehen des Oberkörpers und das Dehnen des Nackens lösen Verspannungen, bevor sie zu Schmerzen werden. Wer abends zusätzlich den Rücken kräftigt, beugt langfristig vor. Es müssen keine langen Programme sein – die Regelmäßigkeit zählt.
Vorbeugen statt aushalten
Rückenschmerzen entstehen schleichend und lassen sich mit kleinen Gewohnheiten ebenso schleichend vermeiden. Wer Bewegung fest in den Arbeitstag einbaut, spürt den Unterschied oft schon nach wenigen Wochen.