Magnesium: Sinnvolle Ergänzung oder überschätzter Hype?

Magnesium: Sinnvolle Ergänzung oder überschätzter Hype?

Kaum ein Mineralstoff wird so oft als Lösung für alles Mögliche angepriesen wie Magnesium: gegen Wadenkrämpfe, Stress, Müdigkeit und schlechten Schlaf. Zeit für einen nüchternen Blick darauf, was Magnesium kann und was nicht.

Wofür der Körper Magnesium braucht

Magnesium ist an hunderten Stoffwechselprozessen beteiligt, unter anderem an der Funktion von Muskeln und Nerven. Ein echter Mangel kann tatsächlich Krämpfe, Müdigkeit und Reizbarkeit auslösen. Die meisten Menschen in Deutschland sind über die Ernährung aber gut versorgt.

Gute Quellen auf dem Teller

  • Vollkornprodukte und Haferflocken
  • Nüsse und Kürbiskerne
  • Hülsenfrüchte wie Bohnen und Linsen
  • Grünes Gemüse und Bananen

Wer wirklich profitiert

Ein höherer Bedarf besteht zum Beispiel bei starkem Schwitzen durch Sport, in der Schwangerschaft oder bei bestimmten Erkrankungen und Medikamenten. In solchen Fällen kann eine Ergänzung sinnvoll sein – idealerweise nach ärztlicher Rücksprache, statt auf Verdacht.

Mehr hilft nicht mehr

Wer ohne Mangel hochdosiert zu Tabletten greift, spürt selten einen Effekt. Stattdessen kann zu viel Magnesium auf einmal abführend wirken. Der Körper nimmt nur auf, was er braucht, und scheidet den Rest aus – das viel beworbene Plus an Energie bleibt meist aus.

Die ehrliche Bilanz

Magnesium ist wichtig, aber kein Wundermittel. Wer abwechslungsreich isst, deckt seinen Bedarf in der Regel problemlos. Treten dauerhaft Krämpfe oder Erschöpfung auf, lohnt sich die ärztliche Abklärung mehr als der Griff zur nächsten Brausetablette aus dem Drogeriemarkt.