Eigentlich sollte uns der Frühling beflügeln. Stattdessen fühlen sich viele in den ersten warmen Wochen erschöpft, antriebslos und schläfrig. Die Frühjahrsmüdigkeit ist ein bekanntes Phänomen – und kein Grund zur Sorge, sondern eine Reaktion auf den Übergang.
Der Körper stellt sich um
Im Winter hat sich der Organismus auf wenig Licht und Kälte eingestellt. Wird es heller und wärmer, muss er sich neu justieren: Hormonhaushalt, Kreislauf und Temperaturregulation passen sich an. Diese Umstellung kostet Energie und macht vorübergehend müde.
Was dahintersteckt
- Der Wechsel von Schlaf- und Wachhormonen gerät kurz aus dem Takt
- Die Blutgefäße weiten sich bei Wärme, der Kreislauf muss nachregeln
- Nach dem Winter sind die Speicher mancher Nährstoffe knapp
- Die Zeitumstellung im März verstärkt das Tief zusätzlich
So kommst du in Schwung
Das beste Mittel ist Licht und Bewegung an der frischen Luft. Ein Spaziergang am Morgen bringt den Kreislauf in Gang und hilft der inneren Uhr. Auch Wechselduschen, leichte Kost mit viel Gemüse und ausreichend Flüssigkeit unterstützen die Umstellung.
Geduld mit sich selbst
Die Frühjahrsmüdigkeit dauert meist nur wenige Wochen. Wer in dieser Zeit auf genug Schlaf achtet und sich nicht überfordert, kommt schneller hindurch. Statt gegen die Müdigkeit anzukämpfen, hilft es, dem Körper die nötige Anpassungszeit zuzugestehen.
Bald folgt der Schwung
Die Trägheit ist nur ein Übergang. Hat sich der Körper erst umgestellt, kehrt mit den längeren, helleren Tagen meist von selbst die Frühlingsenergie zurück.